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Hat jeder seine Pillen?

Die Einführung von Unit Dose im Diako Rotenburg

Die Verabreichung der Medikamente und auch das Stellen ist eine wichtige pflegerische Aufgabe.

Es erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Kenntnisse zu den Arzneimitteln. Die verschiedenen Darreichungsformen erfordern eine unterschiedliche Vorgehensweise in der Verabreichung der Medikamente selbst.

Im Diakonieklinikum Rotenburg wird der gesamte Prozess der Medikamentenverabreichung auf das Unit-Dose-Konzept umstrukturiert.

Das Unit-Dose-System unterstützt das Konzept der Arzneimittelversorgung von Patientinnen und Patienten im Krankenhaus. Dabei werden die vom ärztlichen Dienst angeordneten Medikamente aus der digitalen Medikationskurve patientenindividuell zur Verfügung gestellt und durch den Apotheker unserer Klinik auf sämtliche Wechselwirkungen und Kontraindikationen geprüft.

Ebenfalls werden auch Anpassungen durch den Apotheker veranlasst, um mögliche gegenseitige Nebenwirkungen auszuschließen durch z.B. zeitgleiche Gaben mehrerer Medikamente. Erst nach ärztlicher Freigabe der Medikamente werden diese dann durch einen Blisterautomaten in der Klinikapotheke verpackt und etikettiert.

Die Apotheke beliefert daraufhin die Stationen. Angefangen auf einer Pilotstation wird das System nach den ersten Erfahrungen und Testungen im Klinikum nach und nach weiter auf andere Stationen ausgeführt.

Nachdem die Medikamente verpackt auf Station ankommen, ist es die Aufgabe der Pflege die Sicherstellung zur korrekten Verabreichung der Medikamente an die Patientinnen und Patienten durchzuführen.

Die Kontrolle der Medikamente wird weiterhin im 4-Augen-Prinzip und nach der 6-R-Regel durchgeführt.

Die vorab gestellten Medikamente bieten uns den Vorteil der Zeitersparnis und die Apotheke stellt Medikamente zur Verfügung, die für uns nicht alltäglich sind. Das erspart uns das Anfertigen von Sonderrezepten. Zudem vermittelt es auch uns ein Gefühl von Sicherheit, denn die Apotheker prüfen die Medikamente, die angeordnet worden sind.

(v.l.) Björn Müller und Christian Hader vor dem Automaten
Verpackte Medikamente im Blister

Team Station 5 – Innere Medizin, Onkologie und Nephrologie am Diakonieklinikum Rotenburg

Bildrechte: www.pixabay.de

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